Dienstag, 8. März 2011

Invisible Oranges

Eines muss ich ja mal loswerden: O.g. Metal-Blog habe ich ja gelegentlich immer wieder gerne mal angesteuert. Der Fokus auf eher etwas undergroundigen US-Kapellen war eigentlich immer ein sehr angenehmer Kontrast zu der hierzulande doch sehr donzdorfig dominierten Metal-Presse. Inzwischen ist besagtes Webzine aber kaum noch tragbar. Darüber, dass dort offenbar wirklich jede mittelmäßige Kapelle, die etwas irgendwie Mainstream-abseitiges mit Sludge-/ Crust-, „Post-Irgendwas“- und/oder Black Metal-Anleihen fabriziert, wie nich' wat über den Klee gelobt wird, kann ich ja noch hinwegsehen. Ursprünglich kam ich über diese, inzwischen auch schon schwer hippe Kiste ja überhaupt mal darauf, mir dort zugegeben auch gelegentlich mal einen Tip abzugucken. Was aber überhaupt gar nicht geht, ist z.B. auch noch auf den Zug aufspringen zu müssen, prominent gefeatured ein Burzum-Interview am Start zu haben. Und was, auch aufgrund meiner persönlichen Leidensgeschichte zu diesem Thema, am allerwenigsten geht, ist jede Woche irgendeine neue Lobhudelei auf die prähistorischen Metallica-Schinken loszulassen. Heute eine Laudatio auf das Jubiläum des Leben verändernden Albums „Master Of Puppets“, letzte Woche wurde in einem Extra-Blogpost auf das Riffing von 'Seek and Destroy' abgehobelt, und die Woche davor noch auf die ach so natürliche Inszenierung, wie es so was heute nicht mehr gibt, von „Ride The Lightning“. Hat ja alles seine Berechtigung und Ehre wem Ehre gebührt, und ja, den Metallica der 80er gebührt sie, aber können wir da jetzt nicht mal bitte endlich drüber hinwegkommen? Jesus fuckin' Christ! Das war verdammt noch mal vor 25 Jahren! Inzwischen ist viel Lava den Vulkan runtergeflossen, und Ulle und co. sind nun mal echt beileibe nicht die alleressenziellste Götterband in der Geschichte harter Musik. Ist nicht langsam mal gut jetzt? Ich halte das wirklich nicht mehr aus!

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