Sonntag, 7. November 2010

Okay...

... die letzten Tage/Wochen war ich mal nicht auf so vielen Shows, obwohl eigentlich genug interessantes los war. Da hat wohl bei mir ein kleiner Hänger mit lethargisch-herbstdepressiven Zügen eingesetzt, der mich ausnahmsweise auch mal das heimische Sofa schätzen lies, anstatt ständig ins nasskalte Dunkel rausrennen zu müssen.
Das ist dann jetzt aber wohl ein guter Zeitpunkt, im Rückblick auf letzten Freitag und den Samstag davor, an denen ich den Hintern dann doch mal ein paar Stunden vor die Tür bekam, den geschätzten Kollegen vom Visions Magazin ein paar „fette Props“ rüberzusenden.
Unter dem Banner „Westend Indoor“ stieg am Allerheiligenwochenende im Dortmunder FZW eine mehrtägige Konzert- und Party-Orgie, dessen Samstag ich beiwohnte. Geboten wurde hier neben Danko Jones auch GARCIA PLAYS KYUSS. Und, seien wir mal ehrlich: Dass Gesichter, die man bis an die 10 Jahre nicht gesehen hat, ausgerechnet dafür auf ein mal aus ihren Löchern kommen ... nun ja. Die ganze Schote fühlte sich dann auch etwas seltsam an. Vor allem wenn die Cover-Begleitband ein vom abwesenden Josh Homme geschriebenes Kyuss-Instrumental wie 'Asteroid ' intoniert. Außerdem klang der Gitarren-Sound, der da aus der P.A. kam, irgendwie sehr künstlich reproduziert ... Nun ja, ist ja auch nicht so, als hätte man dabei die Auferstehung von Elvis oder sowas erwartet ...
Schon den Freitag darauf stieg an gleicher Stelle schon wieder die nächste reguläre „Club Sabotage“ Visions-Party, mit My Chemical Romance als Headliner in der (ausverkauften) großen Halle. Und, seien wir noch mal ganz ehrlich, dass ausgerechnet dafür Gesichter, die man bis an die 10 Jahre nicht gesehen hat, auf ein mal aus ihren Löchern kommen ... nun ja. Das bestechende Vorprogramm: Im kleinsten Raum eröffnete die lokale Ersatzlösung REMEMBER mit sowas wie Screamocore recht anständig, während die Schlange vorm Laden epochalst ausartete. Danach durften im Club KVELERTAK ran, die mit ihrem Blackened Rock'n'Rollcore den proppevoll gefüllten Bunkerraum zum kochen brachten. Der Sänger stand irgendwann nur noch in Unterbuchse da, und die gesamte Band, die das Finale im Publikumsbereich abrockte, hatte sichtlich Spaß; ich/ Du/ Ihr/ wir alle hatten Spaß. Ich kann die Nörgler, denen diese Kapelle einen Hauch zu spaßbetontes Fast Food ist, und ferner ein bisschen zu sehr nach dem Hype der Stunde müffeln mag, durchaus nachvollziehen, gehe ferner sogar davon aus, dass sich diese Sache „kreativ“ bald erledigt hat, aber diese Saison sind KVELERTAK wohl einfach die Hausnummer, bei der man dabei gewesen sein muss, um in zwei Jahren sagen zu können „gähn ... das erste Album war besser und das Publikum da auch noch nicht so nervig...“. Aber geiler Auftritt, wirklich. Würde ich bei nächster Gelegenheit durchaus wieder hingehen.
Wie dem auch sei, dickes Danke an dieser Stelle noch mal an die Strategen vom Visions fürs mich bei der Party dabeihaben und die Tatsache, dass die Jungs ihren Stiefel im kulturell und Nightlife-mäßig durchwachsenem Dortmund mit dieser Veranstaltungsreihe weiter durchziehen.

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