Dienstag, 30. November 2010

Burden

Okay, zugegeben. Eigentlich habe ich von BURDEN (den deutschen, nicht den finnischen oder amerikanischen Burden) nur mal hier und da 'n einzelnen Song gehört (einen davon kann man z.B. hier runterladen), aber ich bin nun mal so gepolt, dass ich es gerade bei (harter Gitarren-)Musik nicht schaffe, mit meiner Meinung zu irgendwas lange hinterm Berg zu halten. Also muss auch zu BURDEN der Senf raus: Es ist ja interessant, dass die Kapelle über Ván Records veröffentlicht wird, denn das Label ist doch eigentlich primär für schroffen (Graupel), albernen (Truppensturm), bis avantgardistischen und ungewöhnlichen Black Metal (Verdunkeln, Urfaust) bekannt, sowie den Occult Rock Überraschungshype der vergangenen Stunde, The Devil’s Blood.
Das soll ja nicht heißen, dass eine in Stoner/Doom/Sludge Regionen angesiedelte Band da eher nicht mit reinpassen soll, aber aus diesem Umfeld BURDEN serviert zu bekommen, finde ich schon überraschend. Vergleichbare Assoziationen, die diese bei mir wecken, sind dann nämlich primär Bandnamen wie Down und vor allem späte C.O.C., vielleicht sogar Grunge-Helden wie Alice in Chains und Soundgarden, und eher nur ein Hauch als zu viel Crowbar.
Zugegeben, es liegt ja an mir, und die Band kann nix dafür, dass ich 2010 derweil da angekommen bin, wo ich keine Lust mehr auf so eine Art von harter Musik habe, die dann doch eher so ein bisschen „safe & secure“ inszeniert wirkt und nach „Good Clean Family Entertainment“ aus dem Grundkurs-Lehrbuch riecht. Soll heißen: BURDEN sind für mich so eine Band, deren furchtbar heavy abrockender Kram mich (zumindest bei Berührung via Konserve) schlicht und ergreifend nicht so wirklich packt, weil es sich wie wenig neues erzählende Standartrock-Stangenware mit 90er-Nostalgie und auf Nummer Sicher gehender „Dicke Hose“-Produktion anfühlt. Das dreckig verruchte, das eine grob vergleichbare Band wie z.B. Church of Misery ausstrahlt, geht BURDEM dabei wirklich völlig ab. Und ich sage ja nicht mal, dass das was schlechtes sein muss, sondern lediglich, dass man bei mir mit sowas einfach nicht mehr landen kann. Rock’n’Roll hat bitteschön auch ein bisschen dreckig, gefährlich und spontan zu klingen …

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