Samstag, 30. Oktober 2010

Kleiner Profound Lore Rundumschlag

Wo ich selbst hier schon mal so die Klappe aufgerissen habe, was für gute und interessante Sachen das Label so im Stall hat, sollte ich tatsächlich auch selbst mal mehr darauf achten, was Profound Lore Records so raushauen, was?

Das selbstbetitelte Debüt von WORM OUROBOROS z.B. ist jetzt schon irgendwas um ein Jahr rum alt. Die Band gehört zur nicht zu unterschätzenden Szene der Bay Area, die in dieser Generation allerdings anstatt dem Speed/Thrash Metal der 80er eher viel Doom, Post-Black Metal und Avantgarde hervorbringt, und setzt sich aus Bassistin/Sängerin Lorraine Rath (Amber Asylum! The Gault!), Gitarristin/Sängerin Jessica Way (World Eater) und Drummer Aesop Dekker (Ludicra, Agalloch) zusammen. Genug Underground-Supergroup-Namedropping und Frauenquote allein, um mal ein Ohr zu riskieren.

Ebenfalls schon ein halbes Jahr auf dem Buckel hat „When All Became None“ von COFFINWORM. Auch wenn mir die Kapelle seit einiger Zeit ein Begriff ist, wurde ich hier wohl erst mal nicht so hellhörig, weil mir das superbe Debüt von WOLVHAMMER neulich schon alles gegeben hatte, was ich unter dem Banner „Blackened Sludgecore“ brauchen täte. COFFINWORM dürften in dieser Ecke aber dennoch ebenfalls einen Hinhörer wert sein.

Nicht unerwähnt lassen sollte man außerdem SALOME, die mit „Terminal“ gerade ihren ersten Longplayer nach der selbstbetitelten Debüt-EP am Start haben. Wenn man mal ganz ehrlich ist, liegt der Bonus dieser Band allerdings nicht unbedingt am generischen Doom-Stil, sondern eher an der (heutzutage auch nicht mehr sooo ungewöhnlichen) Tatsache, dass hier eine adrette Frau dazu growlt und keift (die im Übrigen auch seit einiger Zeit bei Scott Hull's Agoraphobic Nosebleed mitmacht). Da scheint also schon so ein bisschen der Walls of Jericho-Effekt zu greifen, bzw. Thorr's Hammer lassen grüßen.

Last but not least wurden die Australier STARGAZER bereits in einem Atemzug mit der Schweizer Tech-Thrash-Legende Coroner genannt. Hier kann ich aber nach bisher nur einem angezappten Song nicht wirklich viel zu sagen. Dass ich Castevet und Blood Revolt nicht so richtig brauche, hatte ich an anderer Stelle schon erwähnt. Den Nick Cave-artigen Cobalt-Ableger MAN'S GIN wohl auch nicht so wirklich...

Mp3s zum Reinschnuppern gibt es zu allen Sachen auf der Labelseite.

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