Dienstag, 28. September 2010

The Crown - Doomsday King

Es ist immer so eine Sache, wenn man auf Alben in freudiger Erwartung sehr gespannt ist, man dann aber bei den ersten Durchläufen das Gefühl bekommt, aus so einer prinzipiellen Fanhaltung heraus Kompromisse eingehen zu müssen, wenn die neue Scheibe nicht so grandios ausgefallen ist, wie man das eigentlich gerne gehabt hätte. Ich persönlich gehe da ja inzwischen oft lieber zur nächsten (guten) Sache über, anstatt mir krampfhaft etwas mittelmäßiges schön zu hören.
„Doomsday King“, das brandneue Album der mit neuem Shouter frisch reformierten THE CROWN, ist leider so eine Fall. In der Vergangenheit konnte mich ihr partiell sehr Thrash-lastiges, in verschiedenen Gewichtungen mit Black Metal, Grind und Rock'n'Roll flirtendes Schweden-Todesmetall eigentlich immer ziemlich begeistern. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass sie in dieser Ecke eine meiner Lieblingsbands sind, auch wenn ich da nicht die gesamte Discographie im Plattenschrank stehen habe(n muss).
„Doomsday King“ ist jedoch ... nicht so richtig gut. Die Thrash-Schlagseite ihrer Stilmixtur ist noch mal eine ganze Ecke dominanter geworden, und dabei ist nicht besagtes was das Problem, sondern das wie. Jeder zweite Song der Scheibe klingt wie einer, den man vorher darauf schon gehört hat, allerdings in dann noch etwas uninspirierter. Das Ganze geht sogar so weit, dass man die Songs zwischen immer gleichen Aufbauten und 08/15-Gerödel vor allem erst mal an ihren immer wieder mal auftauchenden Rohrkrepierer-Riffs identifiziert, wie dem ziemlich albernen 'Raining Blood'-Zitat bei 'Angel Of Death 1839' (sic!) oder dem völligen Klogriff-Part bei 'Blood O.D.'.
Wären da nicht diese negativ herausstechenden Momente bei 3-4 Nummern, würde mir „Doomsday King“ vermutlich sogar als durchschnittliche Knüppelscheibe mit dreckig-ungestümen Flair und rockigen Ansätzen ('The Templar And The Bible Black') ganz gut taugen. Aber da sind halt leider nun mal diese misslungenen Passagen, die mir wirklich ganz schön quergehen und das Gesamthörvergnügen somit etwas versauen. Und das ist schade, denn eigentlich hätte ich das Teil sehr gerne gut gefunden.

Kommentare:

  1. Oh dude, that really is a shame :-(

    I so hope I can like it though...

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  2. Maybe you’ll like it amyway. They’ve become even more thrashy, which itself isn’t at bad thing at all, but some of the riffs are just awful (at least to me) and every second song sounds basically like the same one. Doesn’t do it for me, unfortunately. (The new bloke on the mic does a great job though)

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  3. I'll keep an open mind, I mean I like Thrash and I want to hear the new singer/shouter/growler (?) to see what he does.
    Take it easy dude.

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