Sonntag, 15. August 2010

Party.san 2010

Dieses Jahr schaffte ich es - besser sehr viel später als nie - zum ersten Mal dann nun doch auch mal zum, von Vielen regelrecht sagenumwoben umschwärmten PARTY.SAN Open Air in Bad Berka. Drei Tage Death Metal, Grindcore, Black/Pagan Metal und artverwandtes. Das Wetter spielte dieses Jahr nicht so mit, wie man das eigentlich gerne gehabt hätte, und so glich das Gelände einer einzigen Sumpflandschaft, was die Stimmung allerdings nur minimal senkte. An Orga und Getränkepreisen gab es nicht viel zu nörgeln, es soll auf dem Zeltplatz allerdings zu Diebstählen gekommen sein.

Musikalische Notizen: Die stilistisch irgendwie schon deplatzierten THE DEVIL'S BLOOD und die danach spielenden Schweden-Black Metaller WATAIN fuhren Donnerstag Nacht stimmungsvollen Show-Firlefanz auf und wurden ihrem Headliner-Status an jenem Abend dadurch wohl auch irgendwie gerecht. Bei der US-Death Metal-Legende AUTOPSY spielt inzwischen Danny Lilker Bass, wusste ich ja noch gar nicht. Die „Goat-Grinder“ MILKING THE GOATMACHINE mögen ein bisschen albern sein, aber eben weil sie primär Spaß machen wollen, tun sie sogar tatsächlich. ORIGIN sind schon geil, allerdings muss selbst ein hartgesottener Krachfreak wie ich zugeben, dass das virtuos angegangene Geschrote auf Dauer doch irgendwie in einer etwas monotonen Wand ausartet. Wer von all dem Gebretter mal Abwechslung haben wollte, der konnte sich an der atmosphärischer ausgerichteten Musik der finnischen GHOST BRIGADE erfreuen. Auf THE CROWN, wiedervereinigt aber mit neuem Sänger,war man gespannt – und sie legten mit ihrem partiell thrashig angehauchtem, manchmal etwas rock'n'rolligen, oft hyperblastendem Schweden-Death Metal zwar eine solide Show hin, und auch der neue im Boot machte seine Sache gut, die Setlist war allerdings nicht gerade das Hit-Optimum, auf das ich und auch andere gehofft hatten.
Aufgrund der Billing-Überschneidungen mit anderen, dieses Jahr bereits besuchten Events wie dem Death Feast Open Air, habe ich die eine oder andere, diese Saison bereits mehrmals gesehene Combo aber zugegeben auch schon mal etwas vernachlässigt ...

Gemütliche „Party“ tatsächlich, muss ich zugeben. Könnte mir vorstellen, dem Ganzen nächstes Jahr wieder beizuwohnen.

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