Montag, 5. Juli 2010

Devilside

Nachdem die letzte Auflage in Duisburg auf viel Kritik stieß, sorgte die diesjährige Sonntags-Matinee „Devilside“, auf dem Essener Campus weitaus besser organisiert, auf wohlwollende bis positive Kommentare

Die musikalischen Highlights im Schnelldurchlauf:

SMOKE BLOW haben sich nicht nur mit ihrem Hardcore-lastigen, aktuellem Album nach einer etwas orientierungslosen Hängerphase wieder gefangen, sondern bestachen auch mal wieder durch Humor: Direkt nach dem Auftritt von DevilDriver punktet Band-Vortuner Letten mit Parodien derer motherfuckin' Fuck-Ansagen. Die knackige Setlist mit allem von der Stonerhymne ('Sweetwater') bis zur rotzigen Highspeed-Keule ('Summer of Betrayal') geht klar, und nachdem das Publikum zum Überhit 'Alligator Rodeo' komplett apeshit ging seufzt Letten ehrlich: „Danke, das hab' ich gebraucht.“ Guter Auftritt.

SNAPCASE. Sich wegen „kreativ alles gesagt haben“ auflösen und dann doch wieder reuniert zurückkommen hin oder her: Auch im Jahre 2010 funktioniert der mitunter scharfkantige Modern-Hardcore der einstigen Ausnahmeband recht gut und ist ein wohltuend intelligentes Kontrastprogramm zu einem Groß des restlichen Billings. Sehr, sehr geil.

NEW MODEL ARMY: Zum ersten mal überhaupt live begutachtet, muss ich doch gestehen (positiv) überrascht gewesen zu sein, wie hart und „eckig“ diese Band doch teilweise so sein kann. War interessant und auch höchst unterhaltsam, sich das mal gegeben zu haben.

Sonst noch? DANKO JONES war eigentlich mitreißender als sonst schon mal, auch wenn seine epischen Monologe mitunter nerven können. OVERKILL eine solide Bank traditionellen Metalfeuerwerks. FEAR FACTORY trotz der 2-3 früher mal geliebten Althits heutzutage so egal wie man nur sein kann. Ständiges Rumreiten amerikanischer Bands auf dem WM-Thema nervte ebenfalls irgendwann. Summa summarum nichtsdestotrotz ein netter Nachmittag mit Sonne, Bier und Livemusik.

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