Donnerstag, 15. Juli 2010

Alda

Die aktuelle Welle an „Cascadian Black Metal“, USBM und im Geiste verbrüderten Avantgarde/Post-Black Metal von anderswo reißt und reißt nicht ab. Liturgy z.B., die ich letzten Herbst zufällig Übersee live sah, kommen gerade auf ihre erste Europa-Tour. Eine weitere Band, die man im Auge behalten sollte, sind ALDA (der Name mag hierzulande durchaus für den einen oder anderen Kalauer gut sein). Dass sich jene das „Cascadian“ gleich offiziell auf die Fahne schreiben und einen Wald-Fimmel demonstrieren, fordert vielleicht ein bisschen heraus, dass man sich bereits was von Trendanbiederei in den Bart nuscheln und die Truppe nicht so richtig für voll nehmen möchte, aber ... nun ja. Erste Hörproben waren bisher gar nicht so schlecht. Mit, no pun intended, naturbelassenem Sound verstehen sie das Spiel, fies-roh durch die Botanik zu dreschen, dabei aber trotzdem atmosphärisch und melodisch zu klingen, und das alles irgendwie in einer fast schon unaufdringlich rockigen Verpackung. Und selbst ein akustischer Folk-Song wirkt da im Gesamtkonzept nicht deplatziert.
Originell, eigen oder herausragend geht natürlich anders, die atmosphärische Dichte und Mächtigkeit einer Band wie Wolves In The Throne Room oder Altar Of Plagues erreicht man ebenfalls nicht; zwischen Liturgy und Ludicra ist da hinten in der Ecke aber gerade noch für ALDA Platz, sie zumindest mal beim nächsten Album noch mit auf dem Zettel zu haben.

Link: ALDA bei myspace.

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